Kürbisse

|
Lesen Sie hier mehr über:
Kürbisse im Garten
Die Anzucht im eigenen Garten ist gar nicht so schwierig, wenn man einige Punkte beachtet.
Kürbisse sind sehr wüchsige Pflanzen. Dabei muss es nicht immer so flächendeckend zugehen wie im Bild rechts - das ist schon etwas für die "Kürbisverrückten", aber dem Rankverhalten der einzelnen Sorten sollte schon Rechnung getragen werden, um eine gute Ernte zu gewährleisten. Kleine Sorten benötigen etwa ab 1-2 Quadratmetern, im Schnitt die meisten Sorten um die 5. Wer die Riesenkürbisse wie im Bild gezeigt anziehen möchte, sollte ab 20 Quadratmetern kalkulieren - so haben die Pflanzen Platz und eine genügend große Fläche, um Nährstoffe aufzunehmen.
Der immense Wuchs resultiert in einem hohen Wasser- und Nährstoffverbrauch, so dass regelmäßig gegossen werden sollte. Oft wird zur ersten Nährstoffversorung bereits im Herbst des Vorjahres Kompost in den Boden eingearbeitet oder eine typische Pflanzen zur Gründüngung ausgesät. Während der Vegetationsperiode werden die unterschiedlichsten Dünger eingesetzt - Hornspäne, Kompost, Algensud, Fischdünger u.v.m.
Kürbisse lieben es warm, so dass der gewählte Standort sonnig und warm sein sollte. Da einige Sorten eine lange Reifezeit benötigen (einige Speisekürbisse um die 100 Tage), geht es außerdem oft nicht ohne ein Vorziehen im Frühjahr drinnen, bevor dann im April oder Anfang Mai die kleinen Pflänzchen ins Freie gesetzt werden.
Je nach Sorte ist der Ertrag sehr unterschiedlich, kleinere Sorten bringen in der Regel mehr Früchte hervor.
Kürbisvielfalt von klein bis groß
Die Vielfalt spiegelt sich auch in der Größe wider - von nicht einmal faustgroß mit wenigen Gramm bis hin zum Riesen mit mehreren 100 kg, hier einmal eine kleine Auswahl in der Größenrelation (von links nach rechts):
Obere Reihe: Ball orange (bemalt) - Jack Be Little (in der Hand) - Queensland Blue - Big Max
Untere Reihe: Baby Bear - Butternut - Blue Hubbard - Buen Gusto
Ganz rechts: Riesenkürbis "Atlantic Giant"
Dazu sollte vielleicht noch erwähnt werden, dass der abgebildete Riese "nur" 403 kg wog, der schwerste deutsche Riesenkürbis 2010 es aber sogar auf 661,5 kg brachte (Weltrekord aus den USA ebenfalls 2010: Glückwunsch an Chris Stevens, dessen AG wog rund 824 kg)!
Was kann man mit Kürbissen machen?
Essen - Speisekürbisse
Sehr viele Sorten sind ausgesprochen beliebte Speisekürbisse - Tendenz steigend. War im Handel zunächst in erster Linie der Hokkaido (auch als Red Kuri bezeichnet, gleich das Bild links oben)
bekannt, kommen mehr und mehr weitere Sorten hinzu. Hier ein paar Beispiele:









Dekoration -
Zierkürbisse
Zu Dekorationszwecken eignen sich natürlich alle Sorten, auch die essbaren. Eine eigene Gruppe von Sorten wird als Zierkürbis bezeichnet, weil sie aufgrund ihrer Bitterstoffe nicht zum Verzehr geeignet sind - aber durch ihren Farben- und Formenreichtum sich ausgesprochen gut als Blickfang in Garten oder Wohnung machen:









Schnitzen/ Anmalen/ Gestalten
Neben der vorgenannten Gruppe, von denen die Früchte "so wie sie sind" als Dekoration verwendet werden, gibt es einige Sorten, bei denen
der Dekoaspekt noch weitergeht -
sie eignen sich besonders gut zum Schnitzen oder Anmalen:




Regatta -
Kürbisse als Boote
Klingt auf den ersten Blick merkwürdig? Nun ja, ist es auch - aber sehr lustig. Die (sehr) großen Riesenkürbisse der Sorte "Atlantic Giant" lassen sich nach dem Aushöhlen auch hervorragend als Boot benutzen. So war eine weitere Sportdisziplin geboren - Wettrennen mit Kürbisbooten. Der Disziplin "Eigenantrieb durch Paddeln" kann man z.B. alljährlich in Ludwigsburg beiwohnen - inklusive großer Kürbisausstellung (Bilder aus 2010):


Wer sich mehr für Motorsport begeistern kann, sollte einmal den Rennen der motorisierter Form (mit auf den Kürbis montierten Rahmen) beiwohnen:

Wettbewerbe mit Riesenkürbissen
Andere sehen Gewichtheben, Laufen, Fußball etc. als Sport an, viele Kürbiszüchter rund um den Globus haben ein ganz besonderes Hobby für sich entdeckt: Wer zieht den größten/ schwersten Riesenkürbis?
Bei dieser Disziplin kommt ebenfalls nur der "Atlantic Giant" zum Einsatz. Dieser beeindruckt immer wieder sowohl durch sein Wuchsvermögen des Blattwerkes als auch die Gewichtszunahme
in Kilo der Frucht - pro Tag versteht sich! Verschiedene "Unterdisziplinen" bei den Wettbewerben oder in den einzelnen Vereinen/ Clubs beschäftigen sich außerdem dann noch mit dem "schönsten" Kürbis
oder unterscheiden nach deren Farbe.
Hier ein paar Eindrücke von der Europameisterschaft im Kürbiswiegen in Ludwigsburg 2010:






|














