Exkursionen - Nationalpark Unteres Odertal
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Die Flusspolderlandschaft der Gegend bietet dem Naturfreund was das Herz begehrt:
Die Landschaft selbst ist sehr strukturreich - Wälder, Trockenrasen, Schilfgürtel, Altwässer und Gräben wechseln sich entsprechend der Standortgegebenheiten ab bzw. werden durch die Nutzung der Polder als Überflutungsbecken beeinflusst. Diese abwechslungsreichen Biotope ziehen zahlreiche unterschiedliche Tierarten an, so dass in der Region besonders Ornithologen auf ihre Kosten kommen. Dazu kommen die unterschiedlichsten Insekten, Amphibien und mit etwas Glück
sieht man gegen Abend den Biber in seinem Revier umherpaddeln.
Durch die Größe der Fläche, ergeben sich einzelne Touren, von mir selbst wurde bisher nur eine Tagestour unternommen - zum Fiddichower Polder.
Der erste größere Rundgang startete bei der Teerofenbrücke. Der Spaziergang führt vorbei an Altwässern unterschiedlicher Größe mit Schilfbeständen und zum Teil dichter Wasservegetation (z.B. mit Seerosen).




Weite Flächen des Polders bestehen zudem aus Feuchtwiesen mit typischen feuchtigkeitsliebenden Pflanzenarten wie z.B. Blutweiderich und Rohrkolben.
Hinzu kommen zahlreiche vegetationsbestandene Wassergräben und Wasserarme - idealer Lebensraum für Libellen und Wasservögel bzw. -Tiere. Allen voran natürlich Amphibien. Neben den überall anzutreffenden Teichfröschen, waren auch vereinzelt Seefrösche (Rana ridibunda) zu sehen - deutlich größer als ihre Verwandten.
Zu den Vögeln, die die Gewässernähe bevorzugen, gehörte z.B. die Bachstelze (Motacilla alba).
Und schließlich die Oder selbst - Grenzstrom zwischen Deutschland und Polen. Auf der polnischen Uferseite liegt der Ort Widuchowa.




Ein Grund, weshalb ich dieses Gebiet ausgesucht habe, war die Hoffnung, einen Biber in freier Natur zu sehen.
Die kleine Wanderung bei Tag machte einige Hoffnung: Es fand sich etwa in der Mitte des Polders direkt neben einer Brücke eine Biberburg - sah ein wenig wie ein haufen Treibgut aus (wie ich später auf dem Rückweg von einem netten Mann erfuhr, sollte diese Burg wohl auch bewohnt sein) sowie zahlreiche Fraßspuren (wobei die hier rechts gezeigten, weiter weg waren). Da waren wirklich auch dickere Bäume (Weiden) ganz schön angenagt und z.T. auch bereits gefällt.
Nachdem ich zwischendurch nochmals bei Gatow in den Polder spazierte, kehrte ich am Abend zur Dämmerung also nochmals zurück und nach rund einer Stunde Warten der Erfolg: Ein Biber (Castor fiber) beim Abendschwimmen :-)















